„Das ist uns nicht genug!“ Unter diesem Motto lud die Klasse 10a der Gesamtschule Haspe am Freitag, 28. Oktober, von 10 bis 12 Uhr alle Geschichtsinteressierten zu einer Gedenkveranstaltung mit Musik, Interviews, Videos und einem kleinen Vortrag zu Esther Bejarano, Zeitzeugin des Nationalsozialismus und Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, in den Hasper Hammer ein.
„Wir möchten eine Veranstaltung vorbereiten, die jede und jeder im Kopf und Herzen behält!“ Dieses Ziel hatte sich die Klasse 10a der Gesamtschule Haspe, nach ihrem Projekttag mit dem „Zweitzeugen e.V.“ im vergangenen Jahr, gesetzt. Nach den Sommerferien nahmen die Schülerinnen an einer weiteren dreiteiligen „Zweitzeugen“-AG in Kooperation mit dem AllerWeltHaus Hagen teil, in der sie die Lebensstationen zu Esther Bejarano erarbeiteten. Sie hatte ehemals zusammen mit der Kölner Band „Microphone Mafia“ die Patenschaft für die Gesamtschule Haspe – die schon lange das Netzwerk-Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ trägt – übernommen.
Im Rahmen der Gedenkveranstaltung machten die Schüler:innen darauf aufmerksam, dass Antisemitismus und Rassismus auch heute noch allgegenwärtige gesamtgesellschaftliche Phänomene sind. 2020 erreichte die Zahl rechtsterroristischer Straftaten, unter anderem in Form von Anschlägen auf diverse Synagogen, den höchsten Stand seit 20 Jahren.
Zweitzeugen e.V.
Der Verein „Zweitzeugen“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, persönlich und einfühlsam Holocaust-Überlebensgeschichten der Zeitzeug:innen weiterzuerzählen, junge Menschen für Antisemitismus und Rassismus zu sensibilisieren, sie zu ermutigen, die Geschichten als „Zweitzeuginnen und -zeugen“ weiterzugeben, selbst aktiv zu werden und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Die Veranstaltung der Klasse 10a fand gemeinsam mit Ksenia Eroshina, „Zweitzeugen“, der Lehrerin Anke Georges, Kutlu Yurtseven von der „Microphone Mafia“, dem AllerWeltHaus Hagen und dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) statt.
Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ und durch das Kommunale Integrationszentrum.